Christian Morgenstern

Christian Morgenstern

Zitate von Christian Morgenstern sind gemeinfrei.

Zitate von Christian Morgenstern sind gemeinfrei.

Kinder, Tiere, Pflanzen, da liegt die Welt noch im Ganzen.
Es liegt wohl im Wesen des Religiösen, daß es, wenn es sich einmal auf den Weg gemacht hat, nicht mehr Halt machen kann.
Der Mensch rennt an die Mauer an, aber der Geist geht durch die Mauer hindurch.
Du kannst keinen Großen mehr ruhig verehren, mußt dich zugleich seiner Narren erwehren.
Verzeiht, wenn manchen manches hart hier trifft, mein Pfeil soll treffen, doch er trägt kein Gift.
Was mir ›Patriotismus‹ ist? Ein Gefühl, das zehn andre frißt.
Sieh her, mein Kind, und lerne diese Zweiheit: Den Hang zur Güte und den Drang zur Freiheit.
Nimm dem Leben die harte Tragik, das tiefe Bewußtsein, daß alles vergänglich – du nimmst ihm die Schönheit.
Wozu, so fragt man sich, Reich, Wohlstand, Macht, wenn alles das die Menschen nur verflacht.
Menschen, die im wesentlichen dieselbe Straße ziehen, sollen es nicht mit verkniffenen Mienen und heimlichen Rückhalten.
In einem großen Geiste bricht jahrhundertelanges im Verborgenen schaffendes Keimen der Naturkräfte zur strahlenden Blüte auf.
Alles Leben steht auf Messers Schneide. Gleite aus und du ertrinkst in Leide.
Leben heißt tausend Umwege zum Tode machen.
Die Sonne grübelt nicht, warum sie scheine. Sie scheint. Ihr Leben, Künstler, sei das Deine.
Wer sich nicht selbst verspotten kann, der ist fürwahr kein ernster Mann.
Als ein wesentliches Merkmal der Menschen möchte ich ihre ethische und ästhetische Anspruchslosigkeit bezeichnen.
Alles Vorwärts der Menschheit geht auf Kosten ihres Einwärts.
Ja, wer auf »man« sich gründen tut, der freilich baut auf Hauche.
Alles Schöne macht Durst nach noch vollkommenerer Schönheit und Vollkommenheit.
Was braucht ein Volk für Gönner? Wahrheit-sagen-Könner.
Ein Verallgemeinern ist oft ein Verkleinern.
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