Emanuel Wertheimer

Emanuel Wertheimer

Zitate von Emanuel Wertheimer sind gemeinfrei.

Zitate von Emanuel Wertheimer sind gemeinfrei.

Uns nicht überschätzen, heißt uns beleidigen.
Die Zufriedenheit verlangt oft zu viel Phantasie: Es ist nicht leicht, aus leeren Gläsern zu trinken.
Wer sich nicht schämen kann, hat ungeheure Hilfsquellen.
Solang es Reiche und Arme gibt, wird man Kluge und Dumme verwechseln.
Auch der Greis lächelt – wenn von Idealen gesprochen wird.
Nur das Genie hat den Mut, es nicht allen recht machen zu wollen.
Die Liebe würde ihren Namen verdienen, könnte sie sich die Beständigkeit der Eigenliebe zum Muster nehmen.
Furcht ist Feigheit, Schreck – Instinkt.
Unsere Taten sind meist edler als unsre Absichten, denn im Vergleich zu ihren Gesinnungen handeln die Menschen wie Engel.
Keiner mahnt uns so gewissenhaft, für unser Wohl zu sorgen – wie der Schmerz.
Wir werden weder besser noch schlechter: zu ersterem fehlt uns die Fähigkeit, zu letzterem die Möglichkeit.
Es gäbe wenig Unglück, sähe jeder das seine mit den Augen des Nächsten.
Noch eher könnte man alle reich, als alle zufrieden machen.
Die Verbrechen andrer entdeckt man fast mit mehr Freude als Entrüstung.
Selbstbeobachtung genügt, um Satiriker zu werden.
Man wird überflüssig, wenn man aufhört, Hoffnungen zu erregen.
Die Frauen werden schließlich jedem Beruf gewachsen sein, nur nicht dem der Ehe.
Ohne Masken würden sich die Menschen gar nicht mehr erkennen.
Die Oberen sind fromm, damit es die Unteren seien.
Wenn Liebe zur Freundschaft wird, folgt sie nur einem Rate, den ihr die Natur befiehlt.
Großmut ist oft auch eine Rache – die effektvollste.
Gleichsam um sich unendlich oft zu sehen, blicken Verliebte wie zwei Spiegel ineinander.
Die Macht zu schaden bringt Nutzen.
Es gibt Menschen, die sich alles nehmen lassen, nur nicht, was ihnen fehlt – die Ehre.