Hermann Bahr

Hermann Bahr

Zitate von Hermann Bahr sind gemeinfrei.

Zitate von Hermann Bahr sind gemeinfrei.

Überall und immer, in allen Perioden aller Künste, scheiden sich die Künstler in zwei Gruppen: die einen bringen das Neue, die andern wiederholen das Alte.
Das Gefühl braucht Opposition. Wenn man schon aus Liebe heiratet, sollten wenigstens die Eltern dagegen sein.
Demut ist schließlich nichts als Einsicht.
Mancher Aphorismus ist das Grabmal eines frühzeitig verstorbenen großen Gedankens.
Ein Fehler, den man mit einem anderen Menschen teilt, verbindet tiefer als ein gemeinsamer Vorzug.
Nichts auf der Welt trägt so viele Masken wie die Eifersucht.
Der Irrtum ist, Charakter sei, keinen Widerspruch in sich selbst zu dulden.
Je mehr ein Mensch weiß, desto weniger ahnt er.
Ein charmantes Kompliment ist ein geglückter Seiltanz zwischen Wahrheit und Übertreibung.
Die Wahrheit ist eine scheue Geliebte; man besitzt sie niemals ganz.
Wahrheit ist ein Ausgleich von Gegensätzen.
Theater wird erst wirklich, wenn das Publikum innerlich mitspielt.
Ich kann nicht ohne Klarheit leben.
Indem wir etwas beim Namen nennen, verliert es an Macht über uns.
An Haaren fehlt es nie, woran alles herbeigezogen wird, außer auf den Zähnen.
Die Wahrheit aller Länder ist nur in Dachkammern vorhanden.
Im übrigen aber wird China Motto werden und eine ungeheure Mittelmäßigkeit dem deutschen Leben das Gepräge geben.
Ein Volk setzt sich zusammen aus seinen Toten, seinen Lebenden und seinen Kommenden.
Indem der Einzelne seine Nation in sich auswischt, wird er nicht übernational, er wird nur zunichte.
Lästige Wahrheiten, vor denen man zuerst erschrickt, wird man am besten los, indem man sie gelassen ausspricht. Daher auch der alte Brauch, Gefahren, Schäden, Übel jeder Art zu ›besprechen‹.
Eher fährt der Mensch aus seiner Haut als aus seiner Nation.