Hermann Oeser

Hermann Oeser

Zitate von Hermann Oeser sind gemeinfrei.

Zitate von Hermann Oeser sind gemeinfrei.

Wer über den Ehegefährten bei andern klagt, der bricht die Ehe.
Ehe schützt wie eine Mutter ihr Kind, Ehe deckt den Gefährten, Ehe steht wie ein Soldat für die Ehre des Kameraden ein.
Was ist die Aufgabe des Menschen? Seinen Nächsten darauf aufmerksam zu machen, in welcher Stimmung sich dieser befinde.
Wer einem anderen etwas unter dem Siegel des Vertrauens mitteilt, hält seltsamerweise diesen für diskreter als sich.
Selbstanklage vor anderen ist die Umfrage nach einem Advokaten.
Was dem einen recht ist, kommt den anderen gewöhnlich gar nicht billig.
Höchste Liebe schweigt. Nein, höchste Liebe tröstet den Beleidiger.
Tief sieht die Liebe. Sie sieht alle Schwächen des Geliebten. Darum ist sie Arzt und Schleier.
Ehe ist Anbetung. Nicht Anbetung des anderen.
Wer in die Ehe tritt, ohne den festen Willen: nur Du!, tritt neben die Ehe.
Den Ehegefährten, zum gesellschaftlichen Spiel, vor anderen ironisieren, – bricht die Ehe!
Nur wer allein war, kann mit anderen gehen.
Es ist gut, sich aussprechen zu können, es ist gefährlich, es nicht zu können.
Nicht der liebt schon die Wahrheit, der sie anderen sagt. Nur der liebt die Wahrheit, der sie gegen sich selbst erträgt.
Es gibt nur weinendes Glück.
Gottes Gnade ist seine Mitarbeit an unserem Willen.
Wer sich fürchtet vor der Nachrede, er sei ein Pantoffelheld, hat Furcht, als ein Lebender zu erscheinen.
Es fertig bringen, im gegebenen Augenblick nicht zu sagen: Siehst du, hab‘ ich es nicht gleich gesagt?!
Wer nicht das erste Wort nach Spannungen findet, soll nicht heiraten.
Ein Werdender zu sein, ist nur in den Augen der Fertigen ein Mangel.
Das hervorragendste Zeugnis der Bildung ist: Ehrfurcht.
Möbelgemeinschaft ist keine Ehe.