Johannes Scherr

Johannes Scherr

Zitate von Johannes Scherr sind gemeinfrei.

Zitate von Johannes Scherr sind gemeinfrei.

Die Religion ist der Idealismus des Volkes.
Das charakterlose Talent bringt es in allem und jedem zum Virtuosentum, nie aber zur Künstlerschaft.
Die große Meisterin Not mit ihrer erstgeborenen Tochter Arbeit sind überall Kulturbringerinnen.
Für die echten Poeten ist atmen und dichten dasselbe.
Werden, wachsen, blühen, welken, vergehen! Das ist das ewige Gesetz der Natur und der Geschichte.
Nicht der Zufall, sondern der Gedanke und die Arbeit bilden und bauen die Welt.
Wissen ist Macht, also Arbeit. Das sei und bleibe unser Bekenntnis und unsere Losung.
Es ist ein wahres Seherwort: vor dem Sklaven, wenn er die Ketten bricht, erzittere!
Nicht die Gunst, sondern vielmehr die Ungunst der Verhältnisse ist der Hammer, welcher den Mann schmiedet.
Ja, die »große Meisterin«, die Not, sie ist es, welche den kategorischen Imperativ der Pflicht lehrt und Charakter bildet.
Pessimismus ist ganz wesentlich Leidenschaft, heißer Wunsch und Wille, das Elend des Daseins zu mildern und die Schäden der Gesellschaft zu bessern.
Das Dumme ist und bleibt das Krumme und das Niederträchtige das ewig Mächtige.
Manche Menschen haben kein Talent zum Hauswirt, andere nicht zum Mieter.
Die Niedertracht arbeitet überall nach derselben Schablone.
Es ist ein großer Frevel an der Natur, die wildwachsenden Blumen als Unkraut zu bezeichnen.
Die Rebellen von gestern sind allzeit die Despoten von heute.
Mit der Dummheit kämpfen Gauner nicht vergebens.
Der Mensch will getäuscht sein. Das verlangt seine Natur, welche nach Täuschung lechzt und die Wahrheit mehr fürchtet als Feuer und Schwert.
Wirklich glücklich sind nur die ganz dummen Leute.
Je ungeheuerlicher eine Lüge, desto leichter schluckt sie der Köhlerglaube hinunter.
Die Gesellschaft ist allezeit geneigt, die Kühnheit des Lasters, nie aber die Kühnheit des Denkens zu verzeihen.
Aller Anfang ist schwer, jawohl; aber das rechtzeitige Aufhören ist eine noch schwierigere Kunst.