Karl Kraus

Karl Kraus

Zitate von Karl Kraus sind gemeinfrei.

Zitate von Karl Kraus sind gemeinfrei.

Zitate – Gedankensplitter – Kerngedanken – Aphorismen
Künstler ist einer, der aus einer Lösung ein Rätsel machen kann.
Liebe und Kunst umarmen nicht, was schön ist, sondern was eben dadurch schön wird.
Eifersüchtige sind Wucherer, die vom eigenen Pfund die höchsten Zinsen nehmen.
Aufregen kann ich sie alle. Jeden einzelnen zu beruhigen, geht über meine Kraft.
Die Literatur von heute sind Rezepte, die die Kranken schreiben.
Ein Gedicht ist nur so lange gut, bis man weiß, von wem es ist.
Ich beherrsche nur die Sprache der anderen. Die meinige macht mit mir, was sie will.
Eine Frau soll nicht einmal meiner Meinung sein, geschweige denn ihrer.
Wenn Tiere gähnen, haben sie ein menschliches Gesicht.
Manche Talente bewahren ihre Frühreife bis ins späte Alter.
Man kann eine Frau nicht hoch genug überschätzen.
Logik ist die Feindin der Kunst. Aber Kunst darf nicht die Feindin der Logik sein.
Ich kannte einen, der die Bildung in der Westentasche hatte, weil dort mehr Platz war als im Kopf.
Psychoanalyse ist mehr eine Leidenschaft als eine Wissenschaft.
Auf lautes Herzklopfen nicht Herein! zu sagen – dazu ist wahrlich die beste nicht gut genug.
Eine Schreibmaschine hatte einen Schriftsteller, aber sie kam nicht auf die Gestehungskosten.
Einer, der Aphorismen schreiben kann, sollte sich nicht in Aufsätzen zersplittern.
Kunst ist das, was Welt wird, nicht was Welt ist.
Er ließ einem Größenwahn, der nicht von ihm ist, die Zügel, die er sich ausgeborgt hatte, schießen.
Ein Rezensent, der zu den passenden Worten immer ein Urteil findet.
Besser, es wird einem nichts gestohlen. Dann hat man wenigsten keine Unannehmlichkeiten mit der Polizei.
Das Übel gedeiht nie besser, als wenn ein Ideal davorsteht.
Die Deutschen sitzen an der Tafel einer Kultur, bei denen Prahlhans Küchenmeister ist.
Das Virginitätsideal ist das Ideal jener, die entjungfern wollen.